„Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor seinem politischen Lebenswerk“

16. August 2019

Main-Taunus-FDP nimmt Abschied von Wolfgang Knoll

„Wolfgang Knoll war für uns alle ein großes Beispiel für staatsbürgerliches Engagement. Mit seinen Beiträgen hat er stets die politische Diskussion bereichert. Vieles im Main-Taunus-Kreis hat er angestoßen und nach vorne gebracht. Einigen von uns war er Wegbereiter für den eigenen politischenWerdegang“, so der Vorsitzende des Kreisverbandes der FDP, Johannes Baron, zum Tod des in Kelkheim lebenden Freien Demokraten. „Wir verneigen uns in Dankbarkeit und Hochachtung vor seinem politischen Lebenswerk.“ Seit nahezu fünfzig Jahren war Wolfgang Knoll im und für denKreis tätig.

Dies galt für seine Partei, wo er sich im Kelkheimer Ortsvorstand und im Kreisvorstand engagiert hatte. Einige Ortsverbände waren aufgrund seiner Unterstützung überhaupt erst gegründet worden. Überörtlich hatte er im Bezirks-, Landes- und Bundesverband mitgearbeitet. „Insbesondere war das bundesweite Bestehen der Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker sein Verdienst“, erklärt Baron.

Aber auch für den Main-Taunus-Kreis war das Wirken von Wolfgang Knoll von bleibender Bedeutung. Viele Zeitzeugen der Ereignisse der 70er und 80er Jahren berichten, dass die schiere Existenz des Kreises und die Etablierung Hofheims als Kreisstadt ganz maßgeblich seine Werkewaren. Baron weiter: „Sein Einsatz für Natur- und Umweltschutz, für die Belange benachteiligterMenschen oder die Heimatpflege hatte die Grundlage für vieles gelegt, was bis heute Bestand hat.“

Der gebürtige Schlesier Wolfgang Knoll war bei Kriegsende 1945 aus seiner Heimat vertrieben worden und hatte sich in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone bei den Liberalen engagiert. Dies hatte 1948 zu seiner Verfolgung und Flucht in die Bundesrepublik geführt, wo Hessen zu seiner neuen Heimat wurde. Wolfgang Knoll war Träger hoher nationaler und internationaler Auszeichnungen sowie solcher der FDP.

Am vergangenen Donnerstag war Wolfgang Knoll in Kelkheim verstorben nachdem er am 21. März seinen 90. Geburtstag im Kreise der Familie und von politischen Wegbegleitern feiern konnte.